Meermond
Nordjütland Reisen in Dänemark

Grønnestrand: der schönste Flecken Dänemarks

„Denne plet er det skønneste sted i mit rige!“, rief König Frederik 6. im Jahre 1824 aus, als er während einer Rundreise durch sein Königreich zum Grønnestrand gekommen war.

Das gesamte Königreich Dänemark habe ich noch nicht bereist und es gibt wirklich ganz bezaubernde Flecken hier, aber die Umgebung von Grønnestrand hat uns auch ganz besonders gut gefallen.

Sanfte Hügel, große Weite

Vor etwa 5000 Jahren war das Gebiet des Grønnestrands vom Steinzeitmeer überschwemmt und nur die höheren Hügel und Kreidefelsen der Moränenlandschaft ragten aus dem Wasser, wie zum Beispiel die Anhöhe der Svinkløv Klitplantage [Anm: Waldgebiet]. Zu dieser Zeit war es auch möglich, von der Jammerbucht aus in den Limfjord zu segeln.

Am Meeresboden lagerte sich eine große Menge Kies, Sand und Lehm ab, welche man noch heute abgräbt. Die ehemalige Küstenlinie aus diesem Zeitalter kann man bei Svinkløv sehen. Sie ragt sehr steil und stark zerlüftet aus der lieblichen Landschaft, was der  Erosion durch Oberflächenwasser geschuldet ist.

Mit der Anhebung der Landmassen nach dem Ende der Eiszeit zog sich das Steinzeitmeer zurück und hinterließ eine zauberhaft schöne Landschaft mit einerseits sanft geschwungenen Hügeln und einer mächtigen Klippe:

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Von der Svinkløv Kliplantage kommend durchquert man ein reizvolles Moränengebiet, in dem viele Schafe weiden.

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Die grün bewachsene Klippe erhebt sich über den ehemaligen Meeresboden.

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Blick auf Grønnestrand

Lyngmøllen

Wir haben den Weg von der Svinkløv Klitplantage aus zum Grønnestrand gewählt, weil wir gerne die kleine Heidemühle besichtigen wollten.

 

Lyngmøllen ist eine wirklich niedliche Mïhle, die bereits 1876 gebaut worden ist und mit Heidekraut und Moos gedeckt ist.

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Unsere Zwillinge haben derzeit die stattliche Größe von 1,09m.

10Diese putzige Mühle wurde aus Treibholz gebaut und war bis in die 1930er Jahre in Betrieb. Danach ließ man sie verfallen, bis sie Ende der 80er unter der Leitung des Nationalmuseums restauriert und repariert wurde.

Heute fügt sie sich in eine reizvolle Landschaft ein, die laut König Frederik 6. der schönste Flecken Dänemarks ist.  Ein Gedenkstein in der Nähe der Mühle erinnert an diesen denkwürdigen Ausruf.

Hinter den Dünen befinden sich kristallklare, längliche Seen, die durch den Kiesabbau entstanden sind. Sie glitzerten herrlich in der Sonne und wäre es nicht so klirrend kalt gewesen, hätte es großen Spaß gemacht, in dieser Gegend herum zu wandern.

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Im Sommer tummeln sich hier bestimmt viele Wasservögel.

Der Strand selbst war natürlich breit und weiß:

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Bei Grønnestrand findet man besonders schöne, abgerundete Kieselsteine in allen Farben.

Svinkløv Badehotel

Es wundert mich nicht wirklich, dass genau in dieser Gegend eines der berühmtesten Badehotels Nordjütlands, das Svinkløv Badehotel, errichtet wurde. Es eröffnete 1925 und war eines der größten erhaltenen Holzhäuser Dänemarks.

svinklv-seaside-hotel-1870999_1920Bedauerlicherweise ist dieses Traditionshotel aus den Anfängen des Nordseetourismus  im September 2016 komplett abgebrannt. Bilder dieses verheerenden Ereignisses gibt es massenweise im Netz, ich empfehle diesen Beitrag von Nordjyske.dk.

Ganz Nordjütland war entsetzt und freut sich nun auf 2019, wenn ein neues Badehotel an selber Stelle Eröffnung feiern wird. Die Pläne wurden im vergangenen Dezember veröffentlicht und ich finde, das neue Hotel wird eine Hommage an das alte werden.

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zum Hotel gehörendes Gelände

Ponys an der Klippe

Zum Schluss unseres Ausfluges wollten wir hoch zu den Pferden. Wir wissen, dass an der Klippe Ponys frei herumlaufen und an den Hängen grasen.

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Im Sommer grasten die Tiere auch an den richtig steilen Hängen.

Man kann ihnen ganz nahe kommen, wenn sie es zulassen. Leider war es an diesem Tag bitterlich kalt und weder trafen wir auf weidende Ponys, noch konnten wir die Kinder dazu überreden, ein weiteres Mal aus dem Auto auszusteigen.

Auf dieser Klippe trifft man auf viele Reiter, die die herrliche Landschaft auf dem Rücken ihrer Pferde genießen. Man muss also unbedingt langsam auf den kurvigen, schmalen Schotterstraßen fahren!

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Blick nach Norden

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Blick nach Süden

Im Winter haben wir das große Glück, viele Sehenswürdigkeiten beinahe ungestört genießen zu können, dafür ist es leider zu kalt, um die dortigen Picknicktische ausgiebig zu nutzen. Eine solche Aussicht lädt doch dazu ein, länger zu verweilen.

Es hilft also nichts, wir müssen unbedingt noch einmal wieder kommen. Na sowas… 🙂

Hast du nun Lust auf weitere Ausflüge? Wie wäre es mit einem Besuch des Bulbjerg oder  FosdalenÜber eine Weiterempfehlung oder ein Like bei bei Facebook oder Instagram freue ich mich sehr. 

Danke <3 

Ein schönes Wochenende wünscht

Schriftzug Meermond klein Bilderstempel

 

 

 

Danke an meinen persönlichen Lieblingsfotografen, der mir viele seiner Fotos für diesen Beitrag freigegeben hat.  

 

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21 Kommentare

  • Antworten
    Urlaub in der Jammerbucht - die besten Sehenswürdigkeiten - Meermond
    12. Januar 2019 at 9:27

    […] Svinkløv wurde mit Fosdal vor Kurzem vom dänischen Ministerium für Umwelt und Ernährung in den „Danmarks Naturkanon“ aufgenommen und damit als eine von 15 einzigartigen Naturlandschaften ausgezeichnet.Beim Svinkløv Dünenwald findet man ein ausnehmend schönes Naturgebiet vor und auf den Hügeln bei den Svinklovene kann man bis zum Rubjerg Knude im Norden und zum Bulbjerg im Süden sehen. Auf den Hängen grasen im Sommer Pferde. Als wir im vergangen Winterurlaub – ja, wir urlauben tatsächlich auch in der Jammerbucht 😊 – dort waren, verstanden wir, warum König Frederik VI bereits 1824 festgestellt hatte, genau DAS sei ➡ der schönste Flecken ganz Dänemarks! […]

  • Antworten
    freiedenkerin
    28. März 2018 at 23:46

    Das neue Hotel passt sich gut in die schöne Landschaft ein, es scheint dem alten, leider abgebrannten sehr ähnlich zu sein.

    • Antworten
      Meermond
      30. März 2018 at 10:19

      Man erkennt nur wenige Unterschiede 😉 beim Brandschutz werden sie aber jetzt besser aufpassen. Darüber wurde sehr viel diskutiert.

  • Antworten
    Jutta
    25. März 2018 at 20:47

    Oh, mein Text ist wohl nicht angekommen. Ich schreibe also noch einmal, dass ich deine Fotos wunderbar finde und Respekt vor den Naturgewalten habe. Liebe Grüße von Jutta.

    • Antworten
      Meermond
      26. März 2018 at 18:49

      Danke dir. Ich habe nur diesen Kommentar bekommen. Welchen Text meinst du denn?

  • Antworten
    Ewald Sindt
    24. März 2018 at 20:24

    Eine hübsche Seite von DK die ich noch nicht kenne. Hübsche Bilder… 😊😊😊
    Lieben Gruß, Ewald

  • Antworten
    Stella, oh, Stella
    24. März 2018 at 10:40

    Hin MUSS! Sobald es etwas wärmer ist … 😉

    • Antworten
      Meermond
      24. März 2018 at 19:39

      Natürlich. Und noch mal natürlich 😁

  • Antworten
    Ulli
    24. März 2018 at 10:18

    wunderschön schaut es dort aus und ich staune über die kurvigen Straßen, sowas gibt es also auch in Dänemark! 😉
    herzliche Grüße, Ulli

    • Antworten
      Stella, oh, Stella
      24. März 2018 at 10:39

      Hier gibt es einige wirklich feine Motorradstrecken auf einspurigen Landstrassen mit vielen Kurven und durch kleine schnuckelige Dörfer … 😉

    • Antworten
      Meermond
      24. März 2018 at 19:38

      Die Antwort hast dieses Mal von Stella bekommen 😏
      Darum sag ich heute nur Danke und schicke dir herzliche Grüße!

      • Antworten
        Stella, oh, Stella
        24. März 2018 at 21:53

        Sorry, war ich wieder zu vorlaut? 🙁

        • Antworten
          Meermond
          24. März 2018 at 22:20

          Nein, du bist doch die Motorradexpertin 😍
          Wer wüsste das besser als du, Liebes? 😘

          • Stella, oh, Stella
            24. März 2018 at 22:25

            Dann bin ich ja beruhigt!
            Wir haben gerade gestern eine Neue kleine Strecke entdeckt, allerliebst! Wir hatten ja gehofft, im März bereits loslegen zu können …;-)

  • Antworten
    finbarsgift
    24. März 2018 at 9:41

    Sieht sehr schön aus dort vor Ort…
    nur alles ziemlich flach…
    vermisst du die bayrischen Berge nicht?
    Liebe Morgengrüße vom Lu

    • Antworten
      Meermond
      24. März 2018 at 19:36

      Tatsächlich bin ich überhaupt kein Bergmensch. Ich vermisse sie nicht, nur die zurück gelassenen Menschen.
      Schönen Sonntag wünsche ich dir,
      Meermond

      • Antworten
        finbarsgift
        25. März 2018 at 0:41

        Na dann hast du ja Freude am ewig flachen… fein 🌟
        Liebe Grüße zur Nacht vom Lu

  • Antworten
    alltagschrott.ch
    24. März 2018 at 7:09

    Es sieht TRAUMHAFT aus!