Meermond
Leben in Dänemark Umzug nach Dänemark

Mein vierundfünfzigstes Montagsherz

Ich gebe zu, das habe ich dieses Mal selbst gemacht. In jedweder Hinsicht.
Wissen Sie, ich bin ja ein loyaler Mensch.
Jeder derf essen, was ihm grad aso schmeckt. Ich bin da ja ned aso. Aber wenn man einen Bayern nach Dänemark reingelassen hat, dann muaß man leider auch davon ausgehen, dass selbigem – in meinem Fall müsste ich tatsächlich ins Femininum übergehen, also selbiger – irgendwann der Kragn platzt.

Allerweil de pfundsgreislichen Li’l – Brezn! Aus der Backstraß‘!

Lieblose Teigbatzn in lätscherter Konsistenz mit Sägspo-gusto. A trauriger Abklatsch und dauernd ausverkauft, weil koaner woaß, wie guat echte Brezn schmecken und de vom Li’l für so suppa haltn! Fast darum prügln muss ich mich, wenn mich mal wieder der Glusterer auf Brezn überrumpelt. Harrgott, dabei san de doch so greislich!
Verzeihung, aber das Bairisch blubbert mir heute immer wieder unter die Tasten. Ich versuche, mich unter Berücksichtigung meiner doch stattlichen Leserzahl aus aller Herren Länder auf das Hochdeutsche zu beschränken. Zumindest in diesem Artikel (hehe).
Weil also der Bayer in mir unter grausamer Gut-Brezen-Abstinenz gelitten hatte, beschloss Rotfrau im Sommer, dem Geheimnis des wohlmundenden Laugengebäcks auf den Grund zu gehen.
Hod a wengl dauert. Hat etwas gedauert.
Gar nicht so schwer. Tadaaaaah:
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Außen knusprig, innen fluffig. Und viel zu schnell weggefuttert.
Sauguat! Hoppala, dazu sagt man ja jetzt auf Neudeutsch „Lecka„!
Servus,
Ihre Meermond 😉
Zur Aktion:
Montagsherzen wurden von Frau Waldspecht ins Leben gerufen, aufmerksam auf sie wurde ich bei Frau Buchstabenmeer.

18 Kommentare

  • Antworten
    Stella, oh, Stella
    11. Oktober 2016 at 23:30

    Ich trau mich gar nicht in diese Stube als Hamburgä …

  • Antworten
    Silberkopf
    11. Oktober 2016 at 19:08

    Reeeschpekt!! Guad gmachd!
    Wie hast du das mit der Lauge hinbekommen? Also eigentlich hast du ja gar keine Zeit zum ‚richtig‘ arbeiten..grins.
    Du könntest ja mal recherchieren ob Bedarf besteht und dann machst du eine Bäckerei auf. Mit Holzofenbrot und Brezen.
    Oder du stellst in eurer Einfahrt einen Tisch auf für „Brez’n to go“!

    • Antworten
      Meermond
      11. Oktober 2016 at 21:44

      Guada Plan:-)
      Lauge ist easy. Natron in Wasser aufkochen, Brezen drin baden und dann backen.
      LG

    • Antworten
      Stella, oh, Stella
      11. Oktober 2016 at 23:28

      Ja, klasse Idee! Das ist hier in Dänemark sowieso Gang und Gebe!

      • Antworten
        Meermond
        12. Oktober 2016 at 7:49

        Ja, gebacken wird hier mehr 🙂

        • Antworten
          Stella, oh, Stella
          12. Oktober 2016 at 8:53

          Mein Kommentar hätte eigentlich unter Silberkopfs stehen sollen. Ich meinte das mit den Tischen und verkaufen. Hier stellt doch jeder irgendwas an die Strasse mit nem Kästchen für Geld daneben. Allerdings habe ich auf Langeland mal beobachtet, wie ein kleiner Junge auf dem Fahrrad die Kästen leerte … dafür wurden dann sicher die Scheisstouristen verantwortlich gemacht, die die Ware mitnehmen, aber kein Geld da lassen. 😀

          • Meermond
            12. Oktober 2016 at 13:49

            Da ich kurz vorm Nix wohne, ist hier kaum Kundschaft zu erwarten außer den Nachbarn. Das wäre vermutlich den ganzen Aufwand nicht wert….
            Wir futtern lieber selbst 😉

  • Antworten
    Die Schottin
    11. Oktober 2016 at 5:39

    Mei do schau hea, a Heazalbredsn vo da Heazalfrau Meamond.
    *Bussal“
    Pfiad Di!
    Deij beirische Schoddin

    • Antworten
      Meermond
      11. Oktober 2016 at 21:45

      Heazal für’s Heazal.
      <3

  • Antworten
    Mallybeau Mauswohn
    10. Oktober 2016 at 21:06

    Lieaba Meamond!
    Do legst di nieda. I dat grod so a scheene Brezen nemma von da Herzlnbäckerin. I dank scheen.
    Pfiati 🙂
    Mallybeau

  • Antworten
    Flowermaid
    10. Oktober 2016 at 20:53

    … I moag bairisch blubbern unter die Tasdn… nachvollziehen kann ich es
    auch und glaube mir niemals wird eine Exil Hessin in Norddeutschland sich am Gesprochenen Bairisch versuchen… versthen tu ichs halt… auch das mit der guerden Brezeln…;-)

    • Antworten
      Meermond
      10. Oktober 2016 at 20:56

      Siehst, und genau darum bist du auch so ein sympathisches Mädchen 🙂

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