Meermond
Reiseland Dänemark

Erste Erinnerungen und witzige Urlaubsgeschichten – Dänemarkurlauber erzählen

Nichts in der Welt wirkt so ansteckend wie ein Lachen und gute Laune. In Zeiten einer Pandemie ist man versucht, bei diesen Worten die Stirn zu runzeln. Doch wir wagen heute den Versuch, ein kleines Lächeln in die Gesichter unserer Leser zu zaubern. Mit jenem Wir meine ich nun nicht Alexander und mich, sondern ein Wir, zu dem du, lieber Leser, dazugehörst.

Im Moment fällt es schwer, gute Laune und positives Denken aufzubringen. Alles wird zunehmend schwerer und belastender. Einschränkungen, Angst und Unsicherheiten wirken wie ein Sog, der immer stärker an unserem Gemüt zieht. Die Richtung, in die wir gezogen werden, fühlt sich nicht gut an. Traurigkeit, Wut, Verzweiflung und Erschöpfung machen sich in einem unguten Ausmaß in uns allen breit. Ich habe darauf keine Lust mehr. Du?

Bei Instagram bat ich meine Follower, Erinnerungen an ihren ersten Urlaub und lustige Geschichten aus Dänemark zu erzählen. Der Gedanke ist, besondere Momente und witzige Erlebnisse miteinander zu teilen, um gemeinsam zu lächeln. Damit wir uns besser fühlen.

Weil ich gerne zu diesem oben genannten Wir gehöre, erzähle ich natürlich mit. Ich mache den Anfang und danach kommen ein paar eurer Beiträge, die ich anonym wiedergebe:

Erinnerungen an den ersten Urlaub in Dänemark

Als ich zum ersten Mal in Dänemark gewesen bin, war ich noch sehr klein. Wir verbrachten mehrere Wochen auf einem (ehemaligen?) Pferdehof, dessen Wohngebäude in zwei Einheiten unterteilt war. Unsere Vermieter wohnten quasi nebenan und weil sie ziemlich gut Deutsch sprachen, wuselten wir Kinder ständig bei ihnen herum und plapperten mit ihnen. Ich begriff also nicht, dass in Dänemark eine andere Sprache gesprochen wurde. Beim Einkaufen, am pølsevogn oder in der Eisdiele wurde ich jedes Mal von einer Woge tiefen Mitleids überrollt und die Menschen taten mir alle so furchtbar leid. In meinen Ohren hörte sich Dänisch an wie Deutsch mit furchtbar schlimmen Halsschmerzen …

Gesammelte Erinnerungen

  • Ich habe mir in Dänemark allein Eis gekauft. Das neue Sandspielzeug habe ich bei der Abreise im Schuppen vergessen.
  • Ob es der erste Urlaub war, weiß ich nicht. Ich erinnere mich an den warmen Sand vom Rubjerg Knude beim Hochkrabbeln und das etwas unheimliche Gefühl auf dem Mårup Friedhof – ich war vier Jahre alt.
  • Eisessen bei Regen in großen Pfützen auf den Schotterwegen.
  • Vor über 30 Jahren der erste Dänemarkurlaub auf Rømø: „Das Wasser ist weg! Wo geht es denn hin?“
  • Gesalzene Butter. Herrlich!
  • Der Kuchen, der für mich als Kind besonders merkwürdig aussah, war fast immer der leckerste.
  • Wir sind immer nachts nach Dänemark gestartet und ich habe mich oft gewundert, dass der Mond mitfährt.
  • Lønstrup vor über 30 Jahren: Wir wurden von einem riesigen Marienkäferschwarm überfallen.
  • Iiiiiigitt, rote Wurst! Die kann man doch nicht essen …
  • Ich habe eine alte Arbeitskollegin wiedergetroffen. Sie war nach Dänemark ausgewandert.
  • Mein erster Urlaub war in Klitmøller im Frühjahr. Egal, wie der Wind stand, es stank an jeder Ecke nach Gülle, da die Felder alle vorbereitet wurden. Aber der Blick aus dem Ferienhaus entschädigte für den Gestank.
  • An die Gemüsehäuschen an den Straßen. Seitdem gibt´s beim ersten Haus immer eine Vollbremsung.
  • Ganz viele, große Softeis mit bunten Streuseln.
„Jeden Tag ein Softeis und zu Hause gab´s das nicht.“

Witzige Urlaubsgeschichten

Bei einem unserer letzten Urlaube vor dem Umzug hatte ich schon ein paar Sprachkenntnisse. Ein Smartphone hingegen noch nicht. Was war ich stolz, die Texte auf der Backmischung lesen und verstehen zu können. Dachte ich. Ich sollte noch ein paar Zutaten zugeben: Wasser, Hefe und ein ominöses Flydende. Da ich keine Ahnung hatte, worum es sich dabei handeln könnte, ging ich eineinhalb Wochen suchend durch die Supermärkte, um dem Geheimnis des Flydende auf den Grund zu gehen. Vergeblich. Bei einer Veranstaltung im Børglum Kloster konnte ich eine Frau sowohl Deutsch als auch Dänisch sprechen hören. Ich ging zu ihr und fragte sie, was denn die Zutat Flydende wäre. Nach einer Weile stellte sich dann heraus, dass selbiges Wort das Attribut zum nachfolgenden Wort war. Flydende heißt nämlich flüssig. Hätte ich doch mal weitergelesen! Ich habe den halben Urlaub mit der Suche nach flüssiger Margarine bzw. Butter verbracht.

Gesammelte Geschichten

  • Bei unserem ersten Dänemarkurlaub hat uns mein Schwiegervater am Strand ständig genervt, dass wir auf unsere Brillen aufpassen sollen und sie nicht unbeaufsichtigt in Schuhen neben dem Strandlaken liegen lassen sollen, wenn wir Schwimmen gehen. Er selber hat deshalb seine Brille auf der Nase gelassen. Es kam, wie es kommen musste. Eine Welle, Opa kippt um, steht wieder auf und die Brille war weg. Wir haben dann jedes Jahr nach einem Fisch mit der Brille auf der Nase Ausschau gehalten.
  • Ich war mit meinen Eltern, Geschwistern und deren Freunden samt Kindern das erste Mal in Dänemark. Ich muss 6/7 alt gewesen sein. Unser Haus lag mitten in den Dünen. Morgens sahen wir immer einen Mann mit einer Rolle Klopapier durch die Dünen laufen. Die Erwachsenen erklärten uns, dass sei Häuptling Gut Schiss und so wurde er jeden Morgen mit einem fröhlichen „Hallo, Herr Häuptling Gutschiss!“ begrüßt.
  • Kein Strom, kein Wasser im Ferienhaus. Der Monteur musste aber erst den Obamabesuch in Dänemark ansehen.
  • Laut Landkarte war es nicht weit zum Meer. Also stapften wir los mit den 3- bis 5jährigen. Mit Schwimmringen, natürlich aufgeblasen, Eimer, Schippchen, alles, was dazugehört. Nachdem wir dann noch parallel zur Küste gelaufen sind, stehen wir alle endlich … am Abgrund. Erster Urlaub in Lønstrup.
  • Entsetztes Flüstern im Restaurant: „Papa, hast du soviel Geld mit?“
  • Es war in den 70er Jahren, einer unserer ersten Dänemarkurlaube. Morgens zum nächsten Kaufmann. Der Laden leer. Ich sehe mich um und bleibe an einem Ständer mit Prospekten und Zeitschriften stehen. Da kommt der Ladenbesitzer hinter der Theke hervor und fragt mich: „Wünschen Sie ein bisschen Porno?“
  • Ich bin mit 14 mit Inlinern den Berg Richtung Kaufmann Harerrenden runtergefahren. Und habe an einem Pfosten gebremst. Meine Eltern sagten, dass man mich schon oben an der Straße gehört hatte. War leicht peinlich, aber sehr lustig, wie ich jetzt finde.
  • Es wird den Kindern immer gesagt: „Fallt nicht ins Wasser, wir fahren nicht zum Ferienhaus zurück!“ Dann stellte sich ein Freund in eine Wanne, die am Strand schwamm. Die Welle kam und Zack, er lag im Wasser. Die Kinder: „Wir fahren aber jetzt nicht zum Haus wegen dir!“
  • Mein Partner schickte mich vor etwa zwei Jahren zum Bäcker. Mein Dänisch war gleich null. Auf jeden Fall sollte ich Birkes holen. Und so aufgeregt wie ich war, sagte ich zu der Verkäuferin, ich hätte gerne Birkenbrötchen. Nicht einmal sie konnte sich ein Lachen verkneifen, während mein Partner lachend hinter mir stand.
  • Ich (damals 7) habe in den Dünen eine Gifttaube gefunden! … Es war ein Pilz.

Ich bin mir ganz sicher, dass auf der anderen Seite meines Bildschirms noch einige schöne Erinnerungen und witzige Geschichten sind. Vielleicht hast du ja Lust, sie in den Kommentaren zu erzählen? Manchmal sind es die kleinen Dinge, die glücklich machen.

Mir persönlich hat es sehr gut getan, diese Geschichten zu lesen. Sie haben mir nicht nur ein Lächeln geschenkt. Ich hoffe, du lächelst auch ein wenig und erinnerst dich? Gemeinsam lächeln tut gut.

Ganz herzliche Grüße,

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24 Kommentare

  • Antworten
    Fluss
    5. Februar 2021 at 12:06

    Ich war eigentlich nur einmal im klassischen Familien-Ferienhausurlaub in Dänemark. Es regnete ziemlich viel. Seit jenem Jahr wollten meine Eltern aus irgendeinem Grund immer nur nach Italien…
    Deshalb entdecke ich Dänemark mittlerweile ohne meine Familie.

    Meine Geschwister haben sich bei dem kalten, stürmischen Wetter nicht in die Nordsee getraut. Ich wollte aber definitiv ins Meer, darauf hatte ich mich gefreut. Die Wellen warfen mich um und drückten mich auf den Grund. Das fand ich super. Die Nordsee wollte mir klarmachen, dass sie stärker ist als unsere heimische Ostsee. Sie hat mich überzeugt.
    Wir haben ziemlich viel Rummykub gespielt, wann immer das Wetter gar nicht mitspielen konnte.
    In dem Ferienhaus konnte man die Toilettentür nicht abschließen. Deshalb beschrieb meine Schwester zwei Seiten eines DIN-A4-Blattes mit „Frei“ und „Besetzt“ (allerdings nicht ganz richtig geschrieben), die vor der Tür auf dem Boden lagen und entsprechend umgedreht werden sollten. Ist es noch nötig, zu erwähnen, dass nicht immer alle an das Umdrehen gedacht haben?

    Als Ostdeutsche denken wir bei Dänemark zuerst an die Olsenbandenfilme. Ein paar Jahre später, während einer Wochenendreise nach Kopenhagen haben wir deshalb ein paar Drehorte entdeckt, manche davon eher zufällig. Ich war sehr überrascht, als sich die berühmte Tür des Gefängnisses öffnete (es ist inzwischen außer Betrieb) und dass das Kaufhaus Magazin du Nord wirklich existiert (es spielt eine zentrale Rolle in einem der Filme und kommt dabei nicht gar nicht mal so gut weg).

    • Antworten
      Meermond
      6. Februar 2021 at 23:00

      Ich danke dir für deine schönen Erinnerungen! Es hat mir Spaß gemacht, mich in deine Geschichten einzulesen und erinnerte mich umgehend an die Familienunrlaube meiner Kindheit! Vielen Dank und herzlich Grüße

  • Antworten
    Ulrich Beutler
    26. Januar 2021 at 17:46

    Leben in der dänischen Savanne
    Meine Frau und ich waren mehrere Jahre lang nicht in Jütland gewesen. Hauskauf und Renovierungsarbeiten ließen finanziell wie zeitlich keine Wahl. Aber irgendwann holt einen dann doch die (See-Sehn-)Sucht ein. Wir mieteten uns sehr günstig ein kleines Häuschen in Kjul bei Hirtshals oder nennen wir es Küchenzeile-Minibad mit leichtem Bodengefälle-Wohnraum-Hütte mit zwei separaten Schlafhütten auf einem Naturgrundstück mit hohem Gras in einer Sackgasse. Unser Urteil am Anfang: Na ja, geht schon irgendwie. Unser Urteil am Ende: Toll, wir kommen wieder. Und wir kamen wieder, über Jahre. Zwar stets mit Glasreiniger (für das große Fenster in Richtung des Sonnenuntergangs), Akkuschrauber (für die jedes Jahr in den Angeln hängende Terrassentür, damit sie überhaupt abgeschlossen werden konnte), Gummihandschuhen, Rohrzange und Dichtungen (für die Geruchverschlüsse in Bad und Küche), Mückennetzen (damit wir bei offenen Türen und Fenstern schlafen konnten), Akkurasenmäher für unsere Sitzecke. In 3 Stunden waren wir jedes Mal mit diesen „Basics“ durch und der Urlaub konnte inmitten traumhafter Ruhe beginnen. Man hörte dort nur den Wind und das Säuseln abseits stehender Fichten. Zum Strand rollten wir mit dem Rad auf einem Sandweg hinab zu einem kurzen Gang durch die Dünen, bis sich der Blick weitete. Kjul, wir lieben Dich! Leider verschwand das Häuschen irgendwann aus der Vermietung und heute steht dort ein schickes neues Minidomizil – auch nicht schlecht. Eine bleibende Erinnerung ist uns aber geblieben. Beim Anschauen des dänischen Spielfilms „Klumpfisken“ (spielt in Hirtshals) glaubten wir unseren Augen nicht zu schauen: Die Meeresbiologin im Film wohnte in „unserer Hütte“ mit dem fantastischen Blick aus dem Fenster beim Esstisch. Seufz! Auch heute noch steuern wir jedes Jahr Kjul an, weil wir uns dort sehr wohl fühlen und Freunde treffen. Und falls es nicht geht, her mit der CD!

    • Antworten
      Meermond
      28. Januar 2021 at 7:02

      Ich danke dir für diese schöne Erinnerung. Ich mache mich jetzt auf die Suche nach dem Film, denn dieses Haus möchte ich jetzt sehen. Und dann lese ich mir deine Erinnerung noch einmal durch. Vielen Dank!

  • Antworten
    Waltraud
    22. Januar 2021 at 18:19

    Es ist uns nicht selber passiert, aber eine Bekannte erzählte sie und ihr Mann wären zum Kaffee und Kuchen bei ihrer Ferienhausvermieterin in Bratten eingeladen worden. Irene wurde gefragt ob sie Lust hätte den Kuchen anzuschneiden. Sie kam der Bitte gerne nach und machte sich an die Arbeit. Als die Gastgeberin mit der Kaffeekanne ins Wohnzimmer zurück kam erblasste sie wohl etwas. Irene hatte, wie in Deutschland üblich, die Tortenstücke exakt in 12 Stücke geteilt. Ich glaube es wäre vielen so gegangen, die nicht wissen, das mit anschneiden der erste Schnitt gemeint ist und jeder sich dann das Stück so gross abschneidet (natürlich sollte man bescheiden bleiben) wie er gerne möchte.

    • Antworten
      Meermond
      25. Januar 2021 at 17:18

      Ich persönlich war total überrascht, wie wild hier manchmal die Torten zersägt werden. 🙈 Deutsche schneiden so schöne Stücke ab und hier hätte ich schon Vierecke auf dem Teller 😂
      Ganz liebe Grüße und Danke für die Geschichte ♥️

  • Antworten
    Rachel
    21. Januar 2021 at 21:34

    Das ist ja herrlich 🤣 der Herr Til Salg.

    • Antworten
      Meermond
      22. Januar 2021 at 8:15

      Ich finde das auch niedlich. Ich kann mich aber erinnern, dass ich das als Kind auch seltsam gefunden habe 😀

  • Antworten
    Waltraud
    21. Januar 2021 at 17:33

    Die super leckeren dänischen Schaumküsse 😋😋😋

    • Antworten
      Meermond
      22. Januar 2021 at 8:17

      Ich musste tatsächlich auch erst nachschauen, was diese Samba Topper sind. Ich sehe sie quasi täglich, doch ich mag die Spangsberg viel lieber. <3

  • Antworten
    Stella, oh, Stella
    21. Januar 2021 at 17:28

    Was ist denn Samba Topper. Ich lebe jetzt seit 27 Jahren in Dänemark, was habe ich versäumt?

    • Antworten
      Meermond
      22. Januar 2021 at 8:18

      Trøste dich, ich musste auch erst nachsehen. Das sind die flødeboller, die es immer im Supermarkt gibt. Im 9er Pack.

  • Antworten
    Stella, oh, Stella
    21. Januar 2021 at 17:23

    😀 😀 😀 <3

  • Antworten
    Ines
    21. Januar 2021 at 15:30

    Als wir zum ersten Mal in Dänemark waren (auf Fünen), wollten wir ins Legoland fahren. Meine Schwester war so aufgeregt, dass sie in ihren Filzpantoffeln ins Auto gestiegen ist. Das fiel dann leider erst vor Ort auf. Seitdem fragen wir sie vor jedem Ausflug, ob sie sich auch Schuhe angezogen hat. Wir hatten dort auf Fünen ein Ferienhaus von dem dänischen Arbeitskollegen eines Freundes. Die Nachbarn übergaben uns das Haus und luden uns zum Kaffee ein. Als wir dort auf der Terasse saßen, wurde es etwas kühl und die Nachbarin fragte meine Schwester, ob sie ihr einen Teppich bringen solle. Scheinbar ist das dänische Wort für Teppich und Decke gleich. Wir hatten auf jeden Fall alle unseren Spaß, als wir das Missverständnis aufgelöst hatten.

    Ein anderes Mal hatten wir ein privates Ferienhaus gemietet. Am Ende des Urlaubs besuchte uns die nette Vermieterin und fragte mich, ob wir denn auch baden waren. Und ich antwortete „Ne, eigentlich haben wir immer geduscht“, weil ich dachte, dass sie die Badewanne meinte und nicht, ob wir im Meer schwimmen waren 😂

    • Antworten
      Meermond
      22. Januar 2021 at 8:20

      Hahaha, das erinnert mich an meinen ersten EInkauf im dänischen Jysk. Ich war auf der Suche nach einer Tagesdecke für unser Doppelbett und diskutierte mit dem Verkäufer herum, ob die Dänen ernsthaft einen Teppich auf ihr Bett legen würden und ich selbigen immer auf den Boden legen würde. Der Mann hielt mich für komplett irre und ich ihn auch. Hahaha!
      Danke für deine herrlichen Geschichten, das macht so Freude <3

  • Antworten
    Ulrich Beutler
    21. Januar 2021 at 11:12

    Vor gut 40 Jahren fuhr ich mit 3 Freundinnen und meinem Hund nach Fanø. Die Frauen waren auf dem Vollkorntrip, hatten sogar eine Getreidemühle mitgenommen. Nach einigen Tagen hatte ich Getreidebrei und Grünkernfrikadellen satt und so entwickelte sich die Idee, gerne allein und lange mit dem Hund spazieren zu gehen. In Nordby (ich glaube im Hafengebiet) gab es eine Pølserbude, bei der ich Stammkunde wurde. Nach 2-3 Pølsern stellte sich eine zufriedene Grundstimmung ein, zum Dessert gab es Samba Topper, auch für den Hund. Zwei glückliche Wesen saßen auf einer Bank im Hafen. Wie man sich vorstellen kann, aß ich jeden Tag weniger von der wertvollen Getreidekost. Ich erklärte es mit der enormen Sättigung durch das Vollkorn, die Frauen nickten zufrieden. Auf dem Weg nach Hause begleiteten mich auch 2 Packungen Samba Topper, die ich beim Reserverad versteckt hatte. Erst vor einigen Jahren habe ich den Frauen die Geschichte erzählt und alle haben sich köstlich amüsiert. Geblieben ist der Drang, sobald ich die Grenze zu DK überschreite, die nächste Pölserbude anzusteuern. Und Samba Topper – Hilfe! – einfach köstlich!

    • Antworten
      Meermond
      22. Januar 2021 at 8:23

      Lieber Ulrich, als ich deine Geschichte gelesen habe, musste ich so lachen. Sie ist herrlich! Ich danke dir vielmals dafür und wünsche dir noch viele Hotdogs und noch mehr dänische flødeboller! Liebe Grüße

  • Antworten
    Ingride Mateen
    20. Januar 2021 at 22:58

    Mit dem Auto in Westjütland unterwegs. Immer wieder sah ich Warnschilder:
    Klar til il pust
    Ich fragte mich,was diese Schilder, denn wohl bedeuten sollten und kam auf die Idee 💡
    Eine Warnung vor Alkolkontrollen
    Und dachte noch,das habe ich noch nie gesehen.
    Dann kam der Tag,wo der Wind sehr stürmisch war und sah wieder dieses Schild (ich muss noch heute Lachen)

    KLAR TIL IL PUST.

    • Antworten
      Meermond
      22. Januar 2021 at 8:32

      Die Schilder, die du vermutlich meinst, sind tatsächlich eine Warnung für Alkoholkontrollen. Klar til et pust bedeutet eigentlich, ob man bereit ist zum Pusten ins Testgerät. Da der Wind hier aber manchmal arg bläst, finde ich die Geschichte auch sehr witzig. Tatsächlich sollte man hier immer Klar til einen Windpust sein 😀 Danke für deine Geschichte, sie ist herrlich!

  • Antworten
    Jutta
    20. Januar 2021 at 22:15

    Der dänischen Sprache völlig unkundlich war ich sehr erstaunt, dass dem Herrn Til Salg so viele Häuser gehören. Stand auf etlichen Schildern vor den Ferienhäusern.

    • Antworten
      Meermond
      22. Januar 2021 at 8:33

      Dieser Til muss echt ein wahrer Bonzen sein 😀

  • Antworten
    Heike Hunold
    20. Januar 2021 at 21:24

    Es war so Lustig.Danke für die tollen Geschichten.😁👍👍

    • Antworten
      Meermond
      20. Januar 2021 at 21:30

      Bitte sehr. Mir hat es selbst große Freude gemacht, diese Geschichten lesen zu dürfen.