Weg in den Dünen zum Leuchtturm Lyngvig Fyr
Mitteljütland,  Reisen in Dänemark

Eine Reise zu mir selbst – Me-Time an der dänischen Nordsee

Gibt es einen passenderen Anlass als den 50. Geburtstag, um innezuhalten und sich bewusst Zeit für sich selbst zu nehmen? Und gibt es einen geigneteren Ort als die dänische Nordsee, um sich selbst besser kennenzulernen, sich zu erholen und neue Energie zu tanken? Mir erschien das als der beste Ort für eine Reise zu mir selbst. Me-Time an der dänischen Nordsee sollte sich als das wertvollste Geschenk zum Meilenstein in meinem Leben herausstellen. Mit freundlicher Unterstützung von DanWest machte ich mich im März nach Søndervig auf, um auf eine besondere Reise zu gehen.


Transparenzhinweis

Dieser Artikel wurde vom dänischen Ferienhausanbieter DanWest gesponsert. Der Inhalt und meine persönliche Meinung werden hiervon aber nicht beeinflusst.


Die Vorfreude auf meinen Urlaub in Søndervig war groß. Geplant war, zuerst gemeinsam mit meiner Familie den 50. Geburtstag zu feiern und im Anschluss ein paar Tage alleine in den Dünen zu verbringen. Etwas, was ich noch nie vorher gemacht hatte und wovon ich keinerlei Vorstellungen hatte. Weder vom Singleurlaub ohne Auto, noch vom zweiten Teil meiner Reise: jener populär gewordenen Me-Time.

Dünen und Meer – gibt es einen besseren Ort für Erholung?

Me-Time an der dänischen Nordsee

In der öffentlichen Diskussion taucht der Begriff Me-Time zunehmend häufiger auf. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass viele Menschen ein wachsendes Bedürfnis verspüren, Zeit für sich selbst zu haben und sich um das persönliche Wohlbefinden zu kümmern. Allerdings besteht die Gefahr, dass der Begriff manchmal oberflächlich verwendet oder missverstanden wird. Manch jemand könnte Me-Time daher als bloße Selbstverwöhnung oder egoistisches Verhalten betrachten, ohne die tiefere Bedeutung zu erkennen.

Tatsächlich ist es mehr als ein Trendbegriff, sondern eine wesentliche Komponente für das persönliche Wohlbefinden. Me-Time ist nicht nur eine Modeerscheinung, sondern eine notwendige Praxis in einer Welt, die oft von Hektik und Stress geprägt ist. Dabei geht es um weit mehr als sich zu entspannen oder sich zu belohnen. Es geht darum, zu reflektieren und sich mit den eigenen Bedürfnissen und der inneren Balance auseinanderzusetzen. Ein Denkprozess, den ich vermutlich nicht besser als in Begleitung des beständigen Ein und Aus der Nordsee an einem leeren Strand in Dänemark hätte durchlaufen können!


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Urlaubsglück in Søndervig

Mit jedem Kilometer, den wir bei unserer weiten Anreise hinter uns ließen, wuchs die Sehnsucht nach innerer Stille an der mächtigen Weite der wilden Nordsee. Wie immer war es ein magischer Moment, als wir unser hyggelig schönes Ferienhaus in Søndervig erreichten. Dieser Moment, wenn man den Schlüssel umdreht und die Türe aufmacht! Plötzlich schwappen sowohl Erinnerungen und dieser typische Geruch aus dem vorübergehenden Zuhause in den Dünen heraus. Spätestens dann setzt bei mir immer der gleiche Drang ein, sofort in alle Zimmer zu rennen, die Schränke aufzumachen und sämtliche Ecken zu erkunden. Begleitet von einem glücklichen Kreischen und Hüpfen kann das Urlaubsglück in Dänemark losgehen.

Meinen runden Geburtstag verbrachte ich wie erträumt feiernd im warmen Hot Tub in den Dünen von Søndervig. Zusammen mit meinen drei Kindern und meinem Mann lachte ich mich ins neue Jahrzehnt, während der stete Wind und das ewige Grollen des Meeres mich wie einen alten Freund willkommen hießen. Wir besuchten Lyngvig Fyr, freuten uns über die hübsche Stadt Ringkøbing und streiften durch die langsam erwachende Naturlandschaft rund um den Ringkøbing Fjord.

Stille bei Bagges Dæmning am Ringkøbing Fjord
Ringkøbing ist eine wunderschöne Stadt, die auch in Nebenstraßen zum Bummeln einlädt.

Und dann war es Zeit, die liebe Familie zu verabschieden.

Zum ersten Mal in meinem Leben war ich alleine im Urlaub.

Alleine in einem dänischen Ferienhaus.


Lesetipp: Ich schenke dir Ferienhausgefühl


Alleine in den Dünen

Um die schlagartige Stille zu füllen, räumte ich erstmal auf. Ich machte die Betten, säuberte die Bäder und die Küche und ließ den frischen Wind ins beinahe unberührt wirkende Haus. Nun sollte also die kostbare Me-Time beginnen. Eine Zeit mit mir ganz alleine, ohne äußere Ablenkungen oder Verpflichtungen. Und nun?

Etwas ratlos zog ich mich an und machte mich auf den Weg zum Strand. Immer wieder blieb ich stehen und lauschte. Allein in den Dünen zu sein, umarmt vom Meeresrauschen und dem Geruch salziger Luft, öffnete meine Sinne auf eine ganz besondere Weise. Der Sand unter meinen Schuhen fühlte sich vertraut und weich an, während ich langsam auf die endlose Weite des Meeres zuging. Wie immer zerrte der Wind an meinen Haaren, als wollte er damit die Last des Alltags aus meinen Gedanken wegschütteln. Es war, als ob die Natur mich dazu einlud, loszulassen. Ich begann, mich auf das Hier und Jetzt und meine Reise zu mir selbst zu konzentrieren.

Der Strand von Søndervig lädt zum Nachdenken ein.

Von Søndervig zu mir

Ich weiß nicht, wie lange ich am Strand entlangspaziert bin. Es spielte auch keine Rolle, waren weder ungeduldige Kinder noch mein erstaunlich oft hungriger Ehemann bei mir. Ich wanderte zu den Bunkern, betrachtete und befühlte ihre verwitterten Oberflächen. Schließlich streifte ich ein wenig durch die Straßen von Søndervig. Doch dieses Mal wollte ich weder Softeis noch Kaffee. Ich wollte zu mir.

Wieder an der Brandung ließ ich mich auf den Takt des Meeres ein.

Die Weite erinnerte mich daran, wie unendlich die Möglichkeiten im Leben sind. Meine Gedanken wanderten zu den Höhen und Tiefen meines Lebens, zu den Freuden und Herausforderungen, die mir begegnet waren. Doch anstatt mich von der Vergangenheit überwältigen zu lassen, fühlte ich eine tiefe Dankbarkeit für all die Erfahrungen, die mich genau zu der Person gemacht haben, die ich heute bin.

Jede Welle, die an den Strand rollte, war wie ein Versprechen für neue Chancen und Abenteuer, die darauf warteten, entdeckt zu werden. Ich spürte eine tiefe innere Gewissheit, dass ich bereit war, mich diesen Herausforderungen zu stellen und mein Leben weiterhin aktiv zu gestalten.

Me-Time: Zeit mit mir

Obwohl ich sehr gerne koche, habe ich meine Zeit anderweitig verbracht. Ohne schlechtes Gewissen prostete ich einer ständig Martini trinkenden Jane Fonda im Fernseher zu, futterte Chips und Cherrytomaten, las mich durch Klatschnachrichten aus den europäischen Königshäusern und testete in absurder Lautstärke, ob meine Stimmbänder noch den gleichen Tonumfang wie zu meinen wildesten Zeiten erzeugen können. Ich verbrachte einen kompletten Tag im Schlafanzug und unfrisiert in meinem Ferienhaus, während draußen vor den Fenstern der typisch dänische Vorfrühling toste.

Me-Time darf auch stinkfaul sein!

An den Abenden hielt ich mich draußen im warmen Wasser auf. Schweigend lauschte ich der hell klingenden Leichtigkeit des Windes über dem dunklen Rauschen des Meeres. Umgeben von flüchtigen Dampfschwaden unter schweren Wolken nahm ich mir Zeit für das Wichtigste, das mir das Leben schenkt: mich.

Der Hot Tub meines Ferienhauses wird mit Holz beheizt. Deckt man ihn über Nacht sorgfältig ab, sinkt die Temperatur des Wassers nicht so stark ab und das Aufheizen dauert weniger lang.

Rückkehr ins Alltagsleben: Gestärkt und erfüllt

Mit einem Gefühl der Dankbarkeit und Zufriedenheit kehrte ich zurück in den Alltag, bereichert durch die Erfahrungen meiner Me-Time an der dänischen Nordsee. Die Erinnerungen an die Dünen, das Meer und die stillen Nächte im Hot Tub werden mich noch lange begleiten. Vielleicht sollte ich mir öfter Zeit für mich selbst nehmen und mich besser kennenlernen.

Ich bin nämlich eine verdammt tolle 50-jährige Frau.

Herzlichst,

Werbehinweis und persönliche Meinung:

Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung meines Kooperationspartners DanWest. Ich habe mich selten so wohl gefühlt wie in diesem Urlaub. Sowohl das Haus als auch der mir entgegengebrachte Service waren herausragend. Das Ferienhaus entsprach modernem Standard, es war blitzeblank und sämtliche Zusatzwünsche oder Fragen waren kein Problem für die freundlichen Mitarbeiter*innen. Vielen Dank.

Hier kannst du einen Blick ins Haus werfen: Hausrundgang

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Ich bin Marion und schreibe in unserem Onlinemagazin Meermond zu den Themen Reisen, Fotografie, Kultur und unser Leben in Skandinavien.

4 Comments

  • Gerda

    Meinen ♥️ lichen Glückwunsch zu deinem neuen, so weise begonnenen Lebensabschnitt. Danke auch für deinen inspirierenden Bericht! Ja, du bist eine tolle Frau in der Mitte des Lebens, voller Erfahrung, gewachsener innerer Qualitäten und Lebenskraft, um dir neue Horizonte zu erschließen.

  • Stella, oh, Stella

    Hehe, nämlich, du bist eine verdammt tolle Frau!
    So ein paar Tage alleine zu sein ist zwischendurch mal ganz nett, nicht wahr? Und dann kommen Freunde und stören dich, in deiner me-time … 😉 <3

  • Alexandra

    Was für eine wundervolle Liebeserklärung an dich und dein Leben. Dein empfinden der Me-time ähnelt der meinen sehr… einfach durch den Tag treiben lassen…für mich übrigens absolut essentiell wenn die „Beschallung“ von außen kein Ende nimmt.

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