Meermond

Rubjerg Knude Fyr

An dieser Stelle möchten wir fortlaufend über die aktuellen Entwicklungen im Projekt Umzug des Rubjerg Knude Fyr berichten. Neue Informationen werden dabei unten an der Seite angefügt, um eine chronologische Abfolge darzustellen.

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Soll der Rubjerg Knude Fyr gerettet werden? ↗ Link
Ein Wahrzeichen und seine Rettung ↗ Link
Bildergalerie: Winter auf der Rubjerg Knude ↗ Link
Präsentation auf dem Naturfest in Hjørring ↗️Link

14.06.2019 – Vertrag mit dem Bauunternehmen

Heute wurde bekannt gegeben, dass der Vertrag zur Rettung des Rubjerg Knude Fyr unter Dach und Fach ist! Eine lokale Baufirma aus Hjørring ist als Hauptunternehmer für die Erstellung des Fundaments und die Organisation des Umzugs verantwortlich. Die Planungen der Firma laufen dazu bereits seit zwei Jahren, um das Risiko so weit wie möglich zu minimieren.

Die Bauarbeiten sollen am 14. August beginnen und den ganzen Sommer und Herbst dauern. Wobei die eigentliche Versetzung des Rubjerg Knude Fyr nun für den Zeitraum vom 20. bis 26. Oktober geplant ist.

Das angesetzte Budget von 5 Millionen Kronen, etwa 660 Tsd. Euro, soll nicht überschritten werden. Ein erstaunlich geringer Betrag, wie wir finden.

Wie geht das Ganze eigentlich?

Zunächst soll ein stabilisierendes Fundament aus Beton und massiven Eisenträgern im und um den Fuß des Turms errichtet werden. Es dient auch als Montagepunkt für die massiven Transportmittel, die eingesetzt werden müssen, um den schweren Leuchtturm überhaupt bewegen zu können.

Dann wird die „Bahn“, auf der der Turm versetzt werden soll, erstellt. Die Bahn hat eine Breite von beeindruckenden 14 Metern, wird vertieft und mit Spundwänden oder Ähnlichem geschützt, um ein Nachrutschen von Sand zu verhindern. Dazu wird auch ein Arbeitsweg für die Baumaschinen errichtet.

Die folgende Grafik, die ich einem PDF der Gemeinde Hjørring entnehmen konnte, zeigt den geplanten Weg des Leuchtturms und den Arbeitsweg..

Wann ist der Umzug?

Der eigentliche Umzug erfolgt dann in Woche 43 innerhalb nur eines einzigen Tages! Der Turm wird dazu mitsamt dem verstärkten Fundament auf „Rollschuhe“ gestellt, also massive Stahlkonstruktionen mit dicken Rollen. Er wird dann vom Untergrund getrennt und mit Hilfe von Hydraulik mit einer Geschwindigkeit von 8 Metern pro Stunde an seine neue Position manövriert werden. Dass dies der aufregendste, aber auch risikoreichste Teil des Unterfangens ist, versteht sich von selbst.

Wir sind unglaublich gespannt auf diesen Tag. Es werden Fernsehteams vor Ort sein und es wird eine große Anzahl an Zuschauern erwartet. Der Projektleiter weiß um das starke Interesse der Deutschen am Rubjerg Knude Fyr und hat unsere Visitenkarte…Wir versuchen also, einen Platz in der ersten Reihe zu ergattern. Es wird dieses Jahr wohl kaum etwas Aufregenderes geben, als den Umzug eines ganzen Leuchtturms!

Wohin zieht der Rubjerg Knude Fyr?

Es ist geplant, den Turm um eine Strecke zwischen 60 und 80 Metern zu versetzen. Einerseits, weil das Gelände weiter hinten eine größere Neigung hat und der Turm sonst von selbst ins Rollen kommen würde. Was natürlich in einer Katastrophe enden würde. Denn niemand möchte einen unkontrolliert dahin rollenden Rubjerg Knude Fyr sehen! Andererseits, weil so die dramatische Wirkung des Turms in der Düne und die atemberaubende Aussicht von seiner Kanzel erhalten bleiben wird.

Abgeschlossen werden die Arbeiten im November mit den Aufräumarbeiten der Baustelle, der Wiederherstellung des Geländes und der Natur. Dabei sollen auch die oberflächlich zugänglichen Reste der ehemaligen Häuser entfernt werden, so dass keine Gefahr mehr von den Überresten ausgehen kann. Zusätzlich bekommt der Turm noch einen neuen Anstrich und soll wieder zugänglich gemacht werden.

Kann man den Leuchtturm wieder begehen?

Nichts soll schließlich mehr auf dieses abenteuerliche Unterfangen hindeuten, und das ergreifende Naturerlebnis für Touristen und Einheimische beeinträchtigen. Den Besuchern soll wieder ein Rubjerg Knude Fyr zur Verfügung stehen, der zum Verweilen einlädt, dessen Treppe erklommen werden kann und dessen Aussicht so viele bereits in ihren Bann gezogen hat.

Rubjerg Knude Fyr

Quellen:
Nordjyske.dk vom 14. 06. 2019 (Link, Paywall)
Projektbeschreibung der Kommune Hjørring (Link).

13.08.2019

Morgen geht es los. Es werden Absperrungen errichtet. Bagger, Baumaschinen und Betonmischer rücken an. Die Vorbereitungen für den Umzug des Leuchtturms auf der Rubjerg Knude beginnen. Viele erwarten diese Unternehmung mit Spannung. Manche mit Freude, manche mit der Befürchtung, es könne etwas schief gehen. Deswegen bin ich gestern noch einmal los gezogen, um dem alten Fyr einen Besuch abzustatten.

An alter Stelle, ohne Bauvorrichtungen:

Weg zum Rubjerg Knude Fyr am Abend
Der Weg ist planiert.
Rubjerg Knude Fyr am alten Platz
Viele Menschen verabschieden sich mit Kunstwerken.
Besucher am Rubjerg Knude Fyr
Noch steht er am Abgrund.
Besucher am Abgrund
Leichtsinn.
Blaue Stunde am Rubjerg Knude Fyr
Ein letzter Blick.
Sonnenuntergang am Rubjerg Knude Fyr
Farvel.

16. 08. 2019

Heute konnten wir noch einmal zu einem Abschiedspicknick zum Leuchtturm fahren. Die Bauarbeiten haben begonnen und die ersten Absperrungen sind errichtet. Es werden auch schon Schuttreste der ehemaligen Gebäude gesammelt und abtransportiert. Ab nächster Woche soll es dann richtig los gehen. Dann rücken wohl die Baumaschinen an und der Zugang zum Turm wird erst einmal nicht mehr möglich sein.

Rubjerg Knude mit Bagger
Ein Bagger steht schon parat.
Rubjerg Knude mit Abbruchmaterial
Abbruchmaterial der ehemaligen Häuser der Leuchtturmwärter.
Bauzaun und Rubjerg Knude
Bauzäune und Stahlplatten für die Wege.
Vor dem Rubjerg Knude
Vor dem Rubjerg Knude
Fliesenboden der Leuchtturmwärter-Häuser
Fliesenboden der Leuchtturmwärter-Häuser.
Baggerschaufeln vor dem Rubjerg Knude
Baggerschaufeln vor dem Rubjerg Knude
Blick aus dem Fenster nach Norden
Blick aus dem Fenster nach Norden
Blick aufs Meer vom Rubjerg Knude
Blick aufs Meer – so in Zukunft nicht mehr möglich
Auf der Kanzel der Rubjerg Knude
Noch ist der Ausblick so herrlich!
Blick nach Unten vom Rubjerg Knude
Blick nach Unten auf die drohende Klippe
Das Kaleidoskop im Rubjerg Knude
Herziger Ausblick – die Spiegel bleiben hoffentlich erhalten
Dramatische Wolken über Rubjerg Knude Fyr
Ein Naturschauspiel – ein Naturwunder
Ein Auto fährt nachts am Strand mit Beleuchtung
Gefährliche Fahrt bei Flut




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8 Kommentare

  • Antworten
    Eastfrisian
    21. Juli 2019 at 22:35

    Hallo! Ich würde gern noch einmal hin bevor er versetzt wird. Kann jemand bestätigen das bis zum genannten Termin im august noch keine baugerüste oder ähnliches am Turm stehen?!

    • Antworten
      Alexander
      21. Juli 2019 at 23:53

      Wir waren zwar in letzter Zeit nicht persönlich dort, haben aber nichts gegenteiliges gehört. Der Zugang soll bis Baubeginn möglich sein.

      • Antworten
        Heike
        14. August 2019 at 6:48

        Werden die arbeiren mit Kameras begleitet

        • Antworten
          Meermond
          14. August 2019 at 8:43

          Liebe Heike,
          ich denke nicht, dass man die ganzen Arbeiten komplett filmt. Sicherlich wird ab und an über den Verlauf berichtet werden, aber eine mitreißende Empathie, wie man sie in deutschen Medien /Facebook usw. mitverfolgen kann, entspricht nicht dem Gemüt der Nordjüter. Es würde hier, glaube ich, keinen so permanent interessieren. Der Bauleiter der Kommune Hjørring erzählte mir, dass ihm das starke Interesse der Deutschen aufgefallen ist und dass man besonders darauf Rücksicht nehmen möchte. Ich weiß bis dato lediglich, dass man den eigentlichen Umzug, also wenn der Turm im Oktober auf den Schlitten gehoben und ins Land gefahren wird, mit Kameras begleiten möchte. Sollte ich Neues hören, so geben wir das weiter.
          Liebe Grüße, Marion

  • Antworten
    Bettina Schmale
    18. Juni 2019 at 11:47

    Schöne Idee, Dein Blog, so können viele intereesierte Menschen am Umzug teilhaben! 👍🇩🇰🇩🇰Vielen Dank! Tusind tak!

    • Antworten
      Alexander
      17. August 2019 at 23:25

      Vielen Dank für dein Feedback! Das motiviert sehr, damit weiter zu machen. 🙂

  • Antworten
    Rosemarie Karge
    15. Juni 2019 at 18:05

    Danke Alexander und Marion, dass wir dieses einmalige dramatische Ereignis dann auch aus der Ferne miterleben können. Alle, alle guten Wünsche, dass diese technische Meisterleistung gut gelingt!

    • Antworten
      Alexander
      17. August 2019 at 23:26

      Vielen Dank, und wir machen das ja gerne! Wir hoffen natürlich auch, dass alles so klappt, wie es geplant ist. 🙂

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