Meermond
Guf selbstgemachtes Topping aus Dänemark
dänische Kultur Essen

GUF – So schmeckt Urlaub in Dänemark!

Guf – rosa, klebrig und süß. Man übersetzt es mit „Leckerei“ und angeblich soll es nach Erdbeere schmecken. Wie es aber wirklich schmeckt, kann keiner so genau sagen. Auf jeden Fall löst der Gedanke an ein Softeis mit Guf bei vielen akutes Fernweh aus. Guf schmeckt nach Urlaub. Guf schmeckt nach Dänemark.

Wie viele bereits festgestellt haben, schmeckt der süße Schaum bei jeder Eisdiele anders. Und das stimmt auch, denn man kann Guf tatsächlich super leicht selbst machen!

Das folgende Rezept stammt von einer dänischen Oma. Auch sie konnte mir den Geschmack von Guf nur mit süß und lecker beschreiben. Ihr werdet staunen, was der Urlaubstraum aus Dänemark eigentlich wirklich ist:

Guf selbst machen
Guf kann man ganz leicht selbst machen!

Jordbærguf

Zutaten:

  • 90 g Zucker
  • 50 ml Erdbeersaft
  • 50 g Eiweiß (≙ in etwa 2 Eiweiß)
  • 2 EL Erdbeermarmelade
  • rote Lebensmittelfarbe
  • auf Wunsch eine Messerspitze Vanille

Der Erdbeersaft kann gerne durch ganz normales Wasser ersetzt werden. Ich habe keinen Erdbeersaft aufgetrieben, benutzte daher ein kleines bisschen mehr Erdbeermarmelade und griff zu Vanille.

Und so geht´s:

Den Zucker mit dem Saft in einem Topf aufkochen und unter Rühren auflösen. Den gewonnenen Zuckersirup abkühlen.

Guf selbst gemacht
Guf muss rosa sein!

Das Eiweiß rühren, bis es steif ist und dann langsam den abgekühlten Zuckersirup zugeben.

Man muss jetzt Geduld haben, denn das Eiweiß muss 10-15 Minuten weitergerührt werden. Während dieser Zeit kann man soviel Farbe zugeben, bis der geliebte Rosaton erreicht ist. Wenn das Guf glänzend und luftig ist, die Marmelade zugeben. Ich habe versucht, davon nur das Gelee zu verwenden. Unterrühren und fertig.

Das Guf schmeckt übrigens auch auf normalem Vanilleeis ziemlich urlaubig!

Ich hatte keine Softeismischung im Haus, welche man derzeit auch in vielen dänischen Supermärkten kaufen kann. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Tetrapaks von A–r_–La auch in Deutschland erhältlich sind.

GUF Varianten

Im Fertigprodukt wird mit Carragen (E 407) angedickt. Damit erreicht man die zähe Konsistenz, die das Guf an den Eisdielen oft hat. Es schmeckt aber auch genauso „urlaubig“ ohne Andicken.

Und eventuelle Reste kann man gerne im Ofen bei 100⁰ zu rosarotem Baiser ausbacken. Aufheben geht nur schwer, da sich Eiweiß und Flüssigkeit bereits nach wenigen Stunden trennen.

Guf selbst gemacht

Ich wünsche schönste Urlaubserinnerungen!

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6 Kommentare

  • Antworten
    ErzieherIn
    4. November 2019 at 23:40

    Lieben Dank für das Rezept, ich nehme die Baiser-Variante 😀 wir sagen dazu „Schmetzel“… Liebe Grüße an euch in den Norden

    • Antworten
      Meermond
      11. November 2019 at 21:15

      Lass sie dir schmecken, die Schmetzel 🙂 Herzliche Grüße zurück

  • Antworten
    Stella, oh, Stella
    3. November 2019 at 22:17

    Dein Rezept klingt lecker. In der Eisdiele schmeckt es mir zu künstlich, da nehme ich lieber das weisse Guf, wenn sie das haben. Ich denke mal, dass das wie die Füllung für flødeboller ist, nicht wahr?

    • Antworten
      Meermond
      4. November 2019 at 12:59

      Weißes Guf ist nur Zuckereischnee mit Vanille. Damit es steif wird, dickt man es industriell mit Sicherheit an. Da man es nicht erhitzen darf, muss man wohl zu Alginat oder Carragen greifen…ich habe es ohne Zusatzmittel gegessen. Ging super! 😋

  • Antworten
    Harald Gerlach
    3. November 2019 at 20:48

    WIE WAHR……Urlaubstraum und jedes Jahr aufs neue !!
    Gut, dass wir jetzt richtig groß sind und GUF in vollen Zügen genießen dürfen, denn
    vor Jahrzehnten haben unsere Eltern uns den Genuss dieser Köstlichkeit erfolgreich verwehrt …..

    • Antworten
      Meermond
      3. November 2019 at 21:01

      Das ist aber hart! Ihr durftet als Kinder kein Guf essen?
      Verständlich, dass man da viel nachholen muss 😁😋